Junge Unternehmen

 

Das Prinzip der Jungen Unternehmen, auch Miniunternehmen genannt, basiert auf der Gründung einer Firma, die von Sekundarschülern der Oberstufe gebildet wird und die ihren Betrieb während eines Jahres aufnimmt.

Mit einer eigenen Geschäftsidee wird eine eigene Aktiengesellschaft gegründet. Die Anteilscheine (fünf Euro) werden normalerweise an Eltern und Verwandte verkauft. Mit dem Startkapital können die Jugendlichen dann ihr Unternehmen führen. Innerhalb der »Firmen« gibt es wie in der Realität Arbeiter und verschiedene Direktoren, deren Zuständigkeitsbereiche von der Produktionsüberwachung über Mitarbeiterbetreuung bis hin zu den Finanzen reichen. Ein Generaldirektor bildet den Kopf des Unternehmens und ist Repräsentant nach außen.

Solche Projekte finden in Schulen in ganz Belgien statt, unter Regie der »Jeunes Entreprises«. Diese Organisation betreut die kleinen Firmen und übernimmt die Rolle des Staates. Das heißt, dass Sozialabgaben und Steuern an diese Vereinigung gezahlt werden.

Im Gegenzug erhalten die Miniunternehmen dafür Unterstützung in Form von Dokumentationen über die Zuständigkeitsbereiche der Direktoren sowie Vordrucke von Aktienzertifikaten, die das Startkapital des Unternehmens bilden. Das Ziel des Projektes ist es, den Schülern einen praktischen Eindruck der Berufswelt und der Funktionsweise eines Betriebes zu vermitteln.

Die Zahlung von Löhnen und Steuern gehört dabei ebenso zum Alltag wie ständige Meetings und das Erstellen von Bilanzen. Während des Projektes werden sie von ihrem Fachlehrer und einem Betreuer der Vereinigung »Jeunes Entreprises« unterstützt. Das von den Schülern gegründete Mini-Unternehmen soll ein Jahr lang existieren. Danach werden die erwirtschafteten Gewinne an die Aktienbesitzer ausbezahlt.

(Quelle: Grenz-Echo vom 31. Mai 2007)

 

Mehr Infos unter www.lesjeunesentreprises.be >